News-Details

Begabtenprojektwoche politische Bildung

von Bettina (Kommentare: 0)

Da leider die Brüssel-Woche wegen der Attentate storniert wurde haben wir eine Woche der politischen Bildung in Wien angeboten.

Der erste Punkt war lokal. Es ging um die Stadtplanung in Wien. Der Referatsleiter Ing. Wolfgang Dvorak führte uns in der Rathausstrasse durch die Ausstellung über den Bau der neuen U-Bahnlinie Nr.5 und erzählte uns an Hand einer Powerpointpräsentation über den Stadtentwicklungsplan STEP 2015. Danach ging es ins Sonnwendviertel wo wir die Realisierung eines Stadterweiterungsgebietes ansahen.

Nach der Mittagspause trafen wir uns vor dem Parlament. Der Nationalratsabgeordnete Mag. Albert Steinhauser erklärte uns das Parlament, mit seinen Sitzungssälen, vielen dunklen Gängen, der schönen Säulenhalle.
Wir durften im Plenarsaal auf den Sitzen der Parteichefs sitzen und mit dem Abgeordneten diskutieren und ihm viele Fragen stellen, wie denn Demokratie in Österreich funktioniert. Zum Abschluss gingen wir in ein Ausschussraum und konnten weiter diskutieren. Zentralmatura, Parteienförderung, das Gehalt eines Abgeordneten, die Benesch-Dekrete und vieles mehr wurde diskutiert. Unerbrochen wurde die Diskussion durch SMS-en die der Abgeordnete erhielt und wir erlebten hautnah wie das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl durchsickerte. Danke für die tolle Führung!

Am Dienstag trafen wir uns um 8 Uhr 15 vor dem Landesgericht für Strafsachen. Durch eine Schleuse ging es hinein in des Landesgericht. Nach einer kurzen Pause durften wir den Verhandlungssaal betreten. Wir erlebten live mit wie der Richter verzweifelt zwei Schöffen suchte. Eine kam zu spät und einer kam gar nicht. Der Richter organisierte aus einem anderen Verhandlungssaal einen Ersatzschöffen. Nun konnte die Verhandlung beginnen. Es ging um 3,5 kg Heroin das von den Niederlande nach Graz transportiert werden sollte (es wurde abgefangen). Der Angeklagte bekannte sich schuldig und entschuldigte sich vielfach für die Tat. Da er kein Wort deutsch sprach wurde alles ins Französische übersetzt, das war für unsere französisch sprechenden SchülerInnen ein tolles Erlebnis. Um 10 Uhr wurde auch noch eine Videobefragung in Graz durchgeführt. Um 10 Uhr 30 wurde nach den Plädoyers des Staatsanwaltes und der Verteidigerin die Sitzung wegen der Beratungen zum Urteil unterbrochen. Wir spekulierten über das Strafausmaß und gingen gespannt in den Verhandlungssaal. Da der Staatsanwalt sich verspätete konnten wir dem Richter fragen stellen die uns dieser auch ausführlich erklärte. Das Urteil von 5 Jahren überraschte einige doch sehr wurde aber mit Generalprävention erklärt und war im unteren Drittel des Strafrahmens von 1 bis 15 Jahren.

Am Mittwoch trafen wir uns in der Schule und zogen Resümee über die ersten Tage. Danach fuhren wir in das Haus der EU in der Wipplingerstrasse. Dort wurden wir empfangen und durften uns das Büro ansehen in dem Jean Claude Juncker oder Johannes Hahn arbeiten, wenn sie in Wien sind. Anschließend diskutierten wir mit der Dame über die EU. Ihre Aufgaben, ihr Aufbau etc waren die Themen. Natürlich war auch TTIP mit all seinen Facetten ein Gesprächspunkt. Zuletzt durfte jeder am Glücksrad drehen, bekam eine Frage aus den verschiedensten Gebieten und gewann eine Schirmkappe von der EU.

Diese Tage konnten eine Reise nach Brüssel nicht ersetzen aber zeigte uns vieles was wir vorher nicht gewusst haben. Danke an Frau Prof. Strohmeier-Hofer und Dr. List für die Organisation

Zurück

Einen Kommentar schreiben