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#4Chomeschooling

von Patrick Koger

Wir haben alle ein Aufgabenheft bekommen und müssen die Aufgaben erledigen und unseren Lehrer*innen schicken. Ich habe mir meinen eigenen Lehrplan erstellt. Tagsüber arbeite ich so viel und so lange es geht und am Abend habe ich Freizeit. Ich genieße die Zeit zu Hause total und langweile mich nicht. Trotzdem vermisse ich meine Freunde.

 

Es geht mir insgesamt gut. Am Anfang hatte ich Spaß am Zuhause-Sein und alles war entspannt. Doch mit der Zeit wurde alles stressiger. Meine Freizeit verbringe ich mit Joggen am Morgen und Spazierengehen, mit Brettspielen, Fernsehen und Videospielen. Die Menge der Aufgaben ist weder zu viel noch zu wenig. Ich muss sagen, dass mir das Lernen in der Schule schon einfacher fällt. Das Verstehen von Aufgaben dauert bei mir zu Hause schon manchmal länger.

 

Die Zeit zuhause und das damit verbundene eigenständige Lernen und Arbeitsaufträge erfüllen, ist für viele eine Qual, aber für mich nicht. Ich fühle mich sehr wohl bei dieser Art zu lernen. Internet braucht man für so manche Aufgabe und der Zugang zum Internet ist für mich kein Problem, wie auch die Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz. Ich habe meinen eigenen Schreibtisch. Das Arbeiten mache ich mir erträglicher, indem ich währenddessen Musik höre, Twitch-Streams anschaue oder mit Freunden telefoniere. Positiv hat sich für mich der Unterricht verändert, weil ich mir die Sachen selbst einteilen kann und ich mich nicht an vorgegebene Zeiten halten muss.

 

Die ersten beiden Wochen waren noch einfach bzw. auszuhalten, da auch meine Freunde genug Motivation beim Lernen hatten. In den Wochen danach konnte ich mich nur mehr schwer konzentrieren. Um mein Leben aber ein bisschen bunter zu gestalten, gehe ich ab und zu mit meiner Mutter einkaufen. Glücklicherweise habe ich jetzt Zeit meinem Hobby Zeichnen nachzugehen.

 

Ich lerne von Montag bis Freitag und erledige die Aufgaben, die wir bekommen, nach Abgabedatum. Mein Arbeitsplatz ist der Schreibtisch. Ich motiviere mich damit, dass ich nach Erledigung der Aufgaben nichts mehr tun muss oder damit, dass ich ein Nostril bekomme, wenn ich durch Fleiß meine Noten in Bio, Physik, Mathe und Chemie verbessere. Ich vertreibe mir meine Zeit mit Wattpad, schlafen, meinen Bruder zu nerven und mit ihm zu reden, telefonieren, essen, Sport, wieder Gitarre spielen lernen, am Laptop oder ich spiele mit meinem Bruder für zehn Minuten Trivial Pursuit.

 

Mein größtes Problem im Moment ist es, keine Motivation zu haben. Ich versuche das Thema „Corona“ aus meinem Kopf zu radieren.

 

Diese Zeit ist sehr aufregend für mich und ich entdecke immer wieder neue Dinge, die ich schon längst verloren habe. Ich hoffe, die Zeit vergeht ein bisschen schneller, damit ich endlich wieder in die Schule gehen kann, aber bis dahin vertreibe ich mir schon die Zeit. Außerdem habe ich auch Arbeitsblätter, also muss ich mir keine Sorgen machen, dass mir langweilig wird.

 

Zum Glück gibt es das Internet, denn man kann alle Arbeitsmaterialien herunterladen bzw. ausdrucken. Mein Motivationsspruch lautet: Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen. Ich nehme an, dass wir mehr Aufgaben bekommen, als wir sonst schaffen würden. Es ist nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Ich bastle in dieser Zeit gerne Dekorationen für mein Zimmer, denn es macht Spaß und ist ein guter Zeitvertreib. Ich gehe auch gerne an die Donau mit meiner Familie Fahrrad fahren, da das Wetter sehr schön ist. Es ist auch sehr entspannt, weil ich entscheiden kann, wann ich was erledige. Ich vermisse aber auch meine Freunde und den Schulalltag!

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