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5AC Lesung

von Bettina

Für die 5C und die 5A hatte Frau Prof. Köck die Autorin Elisabeth Steinkellner mit ihrem Buch "die nacht der falter und ich" eingeladen.

Tamino Hasler aus der 5C hat einen Text dazu verfasst.

 

Tamino Hasler

Die Lesung

Hat der alte Hexenmeister sich doch einmal wegbegeben,
so kam es der 5C gelegen,
sich zur Bibliothek zu bewegen!

Doch ich werd‘ mich jetzt vor den Schreibtisch hocken,
um alle meine Reime einmal durch zu rocken!

Okay: Beginnen wir mal am Start,
in Deutsch kam die Lyrik dran und das war auch nicht so hart.
Der Unterricht war wie gewohnt -
Jambus, Trochäus,
Was wird da betont?
Daktylus plus Anapäst,
und das Ganze zu lernen, das war uns’re Quest!
Und das,
ein unreiner Reim
 -- Halbreim--
da laut Alphabet „Ä“ und „E“ nicht das Gleiche sein!

In den Stunden kam dann alles dran,
da nahmen wir auch unser Schulbuch ‘ran,
sah’n uns Morgenstern und Goethe und Schiller an,

und das von oben bis nach unten,
und um das alles abzurunden,
haben wir auch noch die Sportfreunde Stiller gefunden!

Sportfreunde Stiller,
ein Poet namens Schiller,
doch der Unterricht – was will er?

An den meisten Schulen nur kalt und trocken!
Mehr Apathie als Poesie,
Philosophie eher Dystopie
Und in der Klasse – nur Anarchie!

Aber…
Im GRG sieben,
sind die Schüler mit ‘was Besserem verblieben:
Wir bekamen frei,
Für ‘ne Stunde - alle war’n dabei
Auf dem Weg in uns’re Bücherei,
doch was wir fanden war kein Osterei…
Sondern ein Autor mit ‘nem Buch dabei.
Ups: Aufs „Gendern“ ganz vergessen:
„Autorin“, dichterische Freiheit ist hier nicht angemessen!

Dann nahm sie das Buch und las,
Und dabei bissen wir nicht ins Gras!
Nein! Unserer Neuronen gaben sogar richtig Gas!
Im freien Reim ging es dahin,
alles ergab auch einen Sinn,
und daraufhin gab es mittendrin
einen kurzen Befragungstermin:
Ein „Ich“ und „Du“
Das waren alle Personen die es in den Werken gab
und am Ende jeder Story stellte sie uns diese Frag‘:

Was habt ihr gesehen?

Da mussten wir Kreativität beweisen,
 ins Land unserer Fantasie einreisen.
Dorthin, wo keine Mauern oder Grenzen uns in Schranken weisen.
Etwas ganz Besonderes in solchen Zeiten.

Und ganz genau aus diesem Grund,
entsprang aus dem einen oder anderen Mund,
eine Idee und dann hatten wir einen Grund,
uns Inspiration zu schenken,
und einmal alle gründlich um die Ecke zu denken!
Hier einmal ein Beispiel,
von alldem, was uns einfiel:
1 Geschichte:
3 Interpretationen:
Version 1: Eine arme, alte Frau, im Kopf schon krank,
nimmt Pillen doch verliert zusehends den Verstand,
doch gleich zu Beginn springen ihr die Pillen aus der Hand.
Sie erinnert sich zurück, wie ihr Leben einmal war,
Spielzeug im Kaffee und Rotkehlchen waren da,
aber jetzt vergisst sie schon, wer mit ihr im Zimmer war...

Version 2: eine trauriges „Ich“ sitzt in der Gosse,
hält vermutlich gerade ‘nem lila Hasen die Flosse,
denn sie ist im Moment schon total „High“,
ihr fallen alle Pillen aus der Hand
und alle um sie schrei’n,
sie soll sich von den Drogen befreien,
denn so ein Leben ist einfach zu riskant.

Version 3: Ein Mensch hockt auf der Fahrt in der Straßenbahn,
denn gerade will er nur nach Hause fahren.
Warum muss auch er so viel Stress in der Arbeit haben?
Doch schon nach ein bis zwei Pillen im Schlund,
kann er nicht mehr klagen
 und ist kerngesund!

So – das war der ganze Tag,
am Ende wurde die Autorin noch gefragt,
wie sie denn zur Poesie gefunden hat
und was sie so bei Blockaden tat.
Und fällt einem kein gutes Ende ein,
muss man manchmal mühsam aber munter und mitnichten mutig mit mickrigen Stabreimen noch mehr merkwürdige Verse machen…

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