News-Details

5C in Genf

von Bettina (Kommentare: 0)

Die 5C hatte die Gelegenheit, einige Tage in Genf, in der französischen Schweiz, zu verbringen. Die überaus internationale und grüne Stadt präsentierte sich von ihrer besten Seite und bot uns die Gelegenheit, entspannte und gleichzeitig anregende Tage dort zu verbringen.

Hinter uns die Sissi-Statue, zur Erinnerung an ihre Ermordung im Jahre 1898.  Genf mit seinem 140 m hohen Wasserstrahl

CERN

Im Zuge unserer Genf-Reise verschlug es uns am dritten Tag zum Kernforschungszentrum CERN. Nach einer kurzen Anfahrt mit der Straßenbahnlinie 18, empfing man unsere Gruppe zunächst an der Rezeption der weltbekannten Forschungseinrichtung. Dort wurden wir dann von einem pensionierten Physiker, der einst selbst im CERN tätig war, in einen kleinen Hörsaal geleitet, wo er für die nächsten neunzig Minuten zu einem hochwissenschaftlichen Vortrag über die Teilchenbeschleuniger und –Dektoren, sowie über die Geschichte des CERN ansetzte.

Nachdem wir dies überstanden hatten, wechselten wir das Gebäude und tauschten den Hörsaal gegen ein „Ein-Raum-Museum“, in dem per Kurzfilm die Geschichte der Forschungsinstitution gezeigt wurde. In diesem Video wurde auch hervorgehoben, dass es das Ziel der Forschungseinrichtung ist, stets nach den Idealen der Genfer Konventionen zu handeln: Deswegen hält CERN auch keine Forschungsergebnisse geheim und forscht nicht für militärische Zwecke.

Eine weitere Informationsquelle war schließlich noch ein stillgelegter Teilchenbeschleuniger, der in der Mitte des Raumes situiert war und als Projektionsfläche für eine eindrucksvolle Lightshow genutzt wurde, die die Funktionsweise von so einem Beschleuniger erklärte.

Und da bekanntlich aller guten Dinge drei sind, besuchten wir nun ein drittes Gebäude und bekamen dort einen österreichischen Doktoranden zugeteilt, der uns von nun an den riesigen Teilchendetektor ATLAS näherbringen durfte. Er bewerkstelligte das so, indem er sich selbst durch einen Bildschirm ersetzte und uns einen 3D-Kurzfilm zu diesem Thema zeigte.
Nach einigen Minuten Film, zeigte er uns noch den Arbeitsraum von einigen Physikern und erzählte uns von seiner eigenen Karriere und davon, wie er zum CERN kam.

Um über diese Exkursion jedoch vollkommen ehrlich zu sprechen, muss ich an dieser Stelle hinzufügen, dass es unseren „Guides“ in CERN leider nicht besonders gelungen ist, ihre Arbeit interessant darzustellen – im Gegenteil! Die Vorträge waren bei Weitem zu dicht mit den unterschiedlichsten Fakten gefüllt und sehr trocken präsentiert, weshalb es nicht nur für uns Schüler eine harte Aufgabe war, den beiden Physikern halbwegs zu folgen.

Nach den abschließenden Gruppenfotos nahmen wir letztendlich die Straßenbahn und bewegten uns – etwas erschlagen - wieder stadteinwärts, in unsere gewohnten Sphären.

Autoren: Tamino, Thomas, Sveta (5C)

Diese Skulptur ist dem gesamten mathematischen Wissen beschrieben!  Dieser Teilchenbeschleuniger hat 30 Jahre lang gearbeitet und ist nun stillgelegt. Vor dem Globe – mit letzter Kraft

 

Musée de la Croix Rouge et du Croissant Rouge de Genève

Der Freitag sollte der gemütlichste Tag während der Genf-Reise der 5C werden. Gemütlich in diesem Sinne war wohl eher sprichwörtlich gemeint, denn am Ende des Tages verkündete der Schrittzähler von Frau Professor Friedl-Schuster, dass wir über 10 Kilometer durch die Stadt gelaufen waren, aber dazu später mehr.

Am Morgen lernten wir den herben Charme des Frühstücksbuffets der Jugendherberge kennen, das übrigens gar nicht so schlecht sortiert war. Wir genossen die entspannte Stimmung sehr. Als sich die Gruppe wenig später im Eingangsbereich des Hostels zusammenfand, waren wir schon sehr gespannt auf den bevorstehenden Besuch des Rotkreuz-Museums. Julian übernahm die Rolle des „Kartenlesers“, der uns sicher zum Museum brachte. Dort angekommen wurde uns die an den Besuch folgende Rätselrallye erklärt.

Das Museum selbst war beeindruckend. Das Gebäude selbst war modern und architektonisch ansprechend. Die Ausstellung war in drei große Themen unterteilt: Verteidigung der Würde der Menschen, Familienzusammenführungen und Katastrophenschutz. Einige Mutige trauten sich, den Audioguide auf Französisch zu nehmen. Dieser konnte mittels Funkantenne den zum jeweiligen Raum passenden Text abspielen. Die Innengestaltung der Räumlichkeiten übernahmen mehrere Architekten: für jedes Thema ein eigens designter Bereich. Auch Videoinstallationen sowie eine Vielzahl an interaktiven Stationen und Spielen machten den Besuch für alle Sinne ansprechend. Bei einem der Spiele ging es darum, durch geschickte und überlegte Aktionen möglichst viele Menschen vor einem Tsunami zu retten. Wir schafften hundert von hundertvierzig!

Ein Teil des Gebäudes war einer Wechselausstellung gewidmet, die sich zum Zeitpunkt unseres Besuches dem Thema AIDS widmete.

Anschließend wurde die Gruppe in zwei Teams geteilt. Sie wurden nacheinander auf eine „Schnitzeljagd“ geschickt. Diese führte uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Genf. Besonders bemerkenswert waren das majestätische Gebäude der UNO, der direkt gegenüberliegende dreibeinige Stuhl und die zahlreichen Gebäude, die Henri Dunant als Wohnsitz oder Arbeitsplatz dienten. Eifrig kopierten die Teilnehmer Inschriften und machten kreative Fotos.

Die anschließende Freizeit in der Altstadt wurde von allen Schülerinnen und Schülern unterschiedlich genutzt. Einige gingen einkaufen, vor allem die Chocolatiers erfreuten sich großer Beliebtheit, andere lenkten ihre Schritte in einen der zahlreichen Parks. Alle Interessen konnten befriedigt werden.

Nach dem Abendessen wurde von den Professorinnen die Siegergruppe der Rätselrallye bekannt-gegeben. Beide Gruppen erhielten eine Schokoladenselektion, die Siegergruppe durfte sich zusätzlich an den Genfer „Hannetons au chocolat“, einer Spezialität der Region, erfreuen.

Gruppe Felix – Julian – David, 5C

Diese Skulptur, ein riesiger dreibeiniger Stuhl aus Holz, ist ein Mahnmal gegen Streu- und Anti-Personen-Minen.

Zurück

Einen Kommentar schreiben