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Mauthausenexkursion der 8. Klassen

von Joachim List

Mauthausenexkursion Oktober 2017

Am Freitag, den 20.10 2017 besuchten beide 8. Klassen im Rahmen des Geschichtsunterrichts das KZ Lager Mauthausen. Die Exkursion wurde von Frau Professor Cerha und Frau Professor Kolar organisiert, die uns begleiteten. Ein ehemaliger Schüler unserer Schule, Michael Hampel, ein Mauthausen Guide, hat uns durch die Anlage geführt.

 Begonnen haben wir mit der Mauer. Sie verleiht dem KZ Lager von außen den Eindruck einer Festung. Gegenüber von der Mauer war ein großes Feld, welches für die als Fußballplatz diente. Der Fußballplatz war eine besondere Attraktion für die Wachmänner und die Leuten aus der Umgebung. Unmittelbar neben dem Fußballplatz befand sich das Krankenlager. Die Bedingungen im Krankenlager waren nach Zeugenberichten sogar noch schlimmer als die im KZ. Die Pritschen wurden mit mehreren Kranken und Verletzten geteilt. Das einzige Medikament war Aspirin und zum Essen gab es noch weniger als normalerweise. Jeden Tag wurden Tode aus dem Lager hinter die Mauern gebraucht, um dort verbrannt zu werden. Selbst während der Fußballspiele konnte man das beobachten. Vor den Menschen, die von außerhalb kamen, hatte man offenbar nichts zu verbergen. Die Beteuerung nach der Befreiung der Konzentrationslager, dass man ahnungslos war, ist in diesem Zusammenhang besonders unglaubwürdig.

Auf den Weg zum eigentlichen KZ Lager befand sich ein Becken. Auf die Frage, welchen  Zweck dieses Becken hatte, erzählte uns Michael folgendes: Das Becken diente anfänglich als Löschbecken. Doch es wurde später als Schwimmbecken verwendet. Falls es dann tatsächlich zu einem Feuer kommen wäre, hätte man es einfach niederbrennen lassen. Mit der Begrünung, es würden ohnehin mehr Häftlinge kommen, um nachher alles wieder aufzubauen.

Im eigentlichen Konzentrationslager haben wir eine der 26 ehemaligen Wohnbaracken besichtigt. Zwischen zwei Wohnbaracken befand sich ein Raum mit acht Toiletten. Dieser Raum wurde von 300 Menschen benutzt. Und das in der Früh, wobei man für die Gesamte Hygiene und das Essen sie nur eine halbe Stunde hatte. Dass dort die hygienischen Zustände katastrophal waren, ist offensichtlich.

Danach kamen wir in einen Gedenkraum, in dem die bisher bekannten Namen der Ermordeten aufgelistet sind. Im gleichen Raum befinden sich auch die Verbrennungsöfen, in denen meist mehrere Leichen gleichzeitig verbrannt wurden. Direkt dahinter liegt sich die Gaskammer, in der unzählige Menschen ermordet wurden.

Die Liste der Namen vermittelte uns einen nachhaltigen Eindruck, wie viele Menschen ihr Leben lassen mussten für diese menschenverachtende Ideologie der Nationalsozialisten.

Teje Fürst (8B)

 

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