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Pilotprojekt VERANTWORTUNG

von Bettina (Kommentare: 0)

Projekt „Soziale Verantwortung“ in den 3. Klassen

Die Idee zum Projekt „Soziale Verantwortung“ entstand nach dem Besuch des SQA-Teams beim Perchtoldsdorfer Zukunftskonvent im Februar 2015, in dessen Rahmen Magret Rasfeld mit Schülerinnen die Evangelische Schule Berlin Zentrum vorstellte.

Angetan vom Schulfach „Verantwortung“, in dem an dieser Schule jeden Mittwoch Schülerinnen und Schüler der 7. und 8.Schulstufe zwei Stunden für ein Schuljahr in unterschiedlichen Einrichtungen einer Aufgabe nachgehen und Verantwortung übernehmen, begannen unsere Überlegungen, wie wir diese Idee für unseren Schulstandort für das Schuljahr 2015/16 adaptieren können.

Projektumsetzung:

Wir starteten heuer mit den 3.Klassen unser Pilotprojekt „Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung“

Ziel des Projekts ist es, dass die Schülerinnen und Schüler im 2. Semester bis zu zwei Stunden pro Woche an einem Nachmittag in gemeinnützigen sozialen Einrichtungen (Volksschulen, Kindergärten, Altersheime, Wiener Tafel, öffentliche Bibliotheken, etc.) Verantwortung übernehmen. Jeweils zwei Schülerinnen und Schüler suchen sich eine Einrichtung. Im Stundenplan wurde ein Nachmittag für die Klassen freigehalten, an dem sie ihrer Tätigkeit nachgehen können.

„Gemeinsinn und Verantwortung sind die Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft. … Verantwortung lernt man aber nicht aus Büchern oder durch moralische Appelle, sondern indem man Verantwortung übernimmt. Und nur wer selbst Anerkennung für verantwortungsvolles Handeln erfahren hat, wer sich als Person gebraucht und wertgeschätzt fühlt, wird auch anderen Menschen für ihr Engagement Respekt und Anerkennung entgegenbringen.“ (Margret Rasfeld, Peter Spiegel: EduAction. Wir machen Schule)

Uns erscheint die 3.Klasse für dieses Projekt geeignet, da sich während der Pubertät  die ganze Existenz um die eigene Person zu drehen scheint und Jugendliche oft genau darunter leiden. Das Projekt gibt den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, den Blick weg von sich selbst hin zu einem anderen Menschen zu richten, der Unterstützung braucht und genau dadurch erleben Jugendliche Anerkennung und Selbstwirksamkeit.

Eingebettet ist das Projekt „Soziale Verantwortung“ in der Lerncoaching- und Klassenvorstandsstunde.

Die Eltern wurden im Rahmen eines Elternabends über das Projekt informiert.

Das Projekt teilt sich in 3 Phasen:

  1. Vorbereitung: Was heißt Verantwortung übernehmen, Suche nach geeigneten sozialen Einrichtungen, Kontaktaufnahme, Vorstellungsgespräche, Überwinden von Hürden, ….
  2. Ausführung: Von Februar bis Mai verbringen die SchülerInnen und Schüler bis zu 2 Stunden in der jeweiligen sozialen Einrichtung. Die Lerncoaches und Klassenvorstände halten Kontakt mit den Projektpartnern. Begleitung, Hilfestellung und Reflexion über diese Zeit in der sozialen Einrichtung erfolgt parallel in der Lerncoachingstunde.
  3. Präsentation, Reflexion und Evaluation: Im Juni erfolgt die Reflexion und Evaluation des Gesamtprojekts. Im Rahmen einer Konferenz präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihr Projekt.  Das Engagement der Schülerinnen und Schüler wird bei einem Fest mit der Überreichung eines Abschlusszertifikats durch den Herrn Direktor und den Elternvertretern gewürdigt!

Aus jetziger Sicht lässt sich schon sagen, dass die Schülerinnen und Schüler von ihrer Aufgabe begeistert sind und mit dieser auch wachsen und wir davon ausgehen, dass das Projekt einen fixen Bestandteil an unserem Schulstandort einnehmen wird.

Projektpartner der Schülerinnen und Schüler

Young Caritas, ADRA, ÖTB Meidling, ENKE Bildungszentrum, Pflegewohnheim Rudolfsheim-Fünfhaus, Häuser zum Leben – Haus Schmelz, Tageszentrum für Seniorinnen und Senioren Ingrid Leodolter, Wiener Hilfswerk, SC Youngs Stars, Kult Cafe Neustiftgasse, Jugend am Werk und diverse Kindergärten und Volksschulen

 Mag.a.Silvia Grafl-Moser

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